Generalversammlung im Zeichen des 100-Jahr-Jubiläums und des Präsidentenwechsels

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100-jähriges Jubiläum, News

Mit einem festlichen Anlass im Air Force Center Dübendorf begann am 19. Juni 2026 das Abschlusswochenende des Jubiläumsjahres «100 Jahre Luftwaffenoffiziere». Mitglieder und Gäste der AVIA Luftwaffe kamen zusammen, um auf ein besonderes Vereinsjahr zurückzublicken und gleichzeitig den Blick in die Zukunft zu richten.

Höhepunkt des Jubiläumsabends war das Referat von General Jeffrey L. Harrigian, ehemaliger Kommandant der US Air Forces in Europe sowie des NATO Allied Air Command. Unter dem Titel «Air Combat from Just Cause and Desert Storm to Inherent Resolve» gewährte er spannende Einblicke in seine langjährige militärische Laufbahn. Dabei sprach er über die Entwicklung moderner Luftkriegführung, zog Lehren aus vergangenen Konflikten und teilte seine Einschätzungen zu aktuellen sicherheitspolitischen Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Beim anschliessenden Flying Dinner bot sich den Teilnehmenden die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Pflege der Kameradschaft.

Würdiger Abschluss des Jubiläumsjahres

Die ordentliche Generalversammlung der AVIA Luftwaffe fand am 20. Juni 2026 ebenfalls im Air Force Center Dübendorf statt und bildete den offiziellen Abschluss des Jubiläumsjahres. Zahlreiche Mitglieder sowie Gäste aus Armee, Politik, Wirtschaft, Industrie und befreundeten Organisationen nahmen an der Veranstaltung teil. Auch verschiedene Sponsoren waren vor Ort vertreten.

Zu Beginn richtete der Kommandant der Luftwaffe, Divisionär Christian «Ernesto» Oppliger, ein Grusswort an die Versammlung. Er würdigte das erfolgreiche Jubiläumsjahr und informierte über aktuelle Projekte und Einsätze der Schweizer Luftwaffe. Zudem erläuterte er die am Vortag vom Chef VBS und dem Chef der Armee präsentierten Leitlinien des Bundesrates zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit. Dabei betonte er, dass die Strukturen innerhalb der Luftwaffe unverändert bleiben, die Luftwaffe jedoch künftig wieder direkt dem Chef der Armee unterstellt sein wird.

Neue Führungsstruktur der Schweizer Armee voraussichtlich ab dem Jahr 2029

Anschliessend sprach General Harrigian erneut vor den Gästen der Generalversammlung. In seinem Referat beleuchtete er die Transformation der Luftkriegführung, die Bedeutung gewonnener Erkenntnisse aus aktuellen Konflikten sowie die wiederkehrenden Muster militärischer Geschichte. Besondere Aufmerksamkeit widmete er den Fähigkeiten, die für die Sicherung der Luftüberlegenheit notwendig sind. Für die Schweiz sieht er insbesondere die Herausforderung in der erfolgreichen Einführung von Kampfflugzeugen der fünften Generation. Er dankte den Anwesenden für ihren Dienst zugunsten ihres Landes und schloss mit den Worten: «The future will be more complex – we win by working together.»

Blick in die Zukunft

Vor Beginn der statutarischen Geschäfte stellte sich der designierte Präsident der AVIA Luftwaffe, Oberst Philipp Waldis, den Mitgliedern vor. Er präsentierte seine Ziele für die kommende Amtsperiode und betonte seine Motivation, die Weiterentwicklung der Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Aufgrund eines laufenden Einsatzes musste er die Veranstaltung anschliessend vorzeitig verlassen und kehrte erst zum Nachmittagsprogramm wieder zurück.

Auch der Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) richtete das Wort an die Versammlung. Er begrüsste die neuen verteidigungspolitischen Leitlinien des Bundesrates ausdrücklich und würdigte die konsequente Ausrichtung der Armee auf ihren Kernauftrag der Verteidigungsfähigkeit. Gleichzeitig dankte er der AVIA Luftwaffe für ihre wertvolle Vereinsarbeit.

Nach einer kurzen Erfrischungspause begann um 11.20 Uhr die Generalversammlung mit den statutarischen Geschäften.

Präsidentenwechsel und Neuwahlen

AVIA-Präsident Oberst Jorge Pardo blickte in seinem Tätigkeitsbericht auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Schwerpunkte bildeten die Jubiläumsaktivitäten, die sicherheitspolitische Kommunikation, die Pflege nationaler und internationaler Kontakte sowie die Gewinnung neuer Mitglieder. Die Versammlung gedachte zudem der im vergangenen Jahr verstorbenen Kameraden.

Die Mitglieder genehmigten das Protokoll der letztjährigen Generalversammlung, die Jahresrechnung 2025 sowie den Bericht der Revisionsstelle und erteilten dem Vorstand Décharge.

Mit dem Abschluss des Jubiläumsjahres übergab Oberst Jorge Pardo das Präsidium an seinen Nachfolger. Die Generalversammlung wählte Oberst Philipp Waldis zum neuen Präsidenten der AVIA Luftwaffe. Die Gesellschaft dankte dem scheidenden Präsidenten für seinen ausserordentlichen Einsatz, insbesondere für sein Engagement im Jubiläumsjahr «100 Jahre Luftwaffenoffiziere» und wünscht dem neuen Präsidenten alles Gute und viel Freude in seiner neuen Tätigkeit.

Die bisherigen Mitglieder des Zentralvorstands wurden in ihren Funktionen bestätigt. Neu in den Vorstand gewählt wurde Leutnant Daniel Zwahlen. Gleichzeitig verabschiedete die AVIA Luftwaffe die bisherigen Verantwortlichen für Kommunikation, Social Media und Website, die nach mehreren Jahren engagierter Tätigkeit ihre Funktionen abgaben. Die Versammlung würdigte ihren wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit und Öffentlichkeitsarbeit der Gesellschaft.

Eine besondere Premiere bildete die erstmalige Verleihung des Titels «AVIA Officer of the Year». Als erster Preisträger wurde Major aD Martin Schlatter ausgezeichnet.

Sicherheit, Industrie, Kunst und Kultur

Im Anschluss an die Generalversammlung folgte ein vielseitiges Rahmenprogramm. Einen besonderen Akzent setzte die Keynote von Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher. In seinem Referat beleuchtete er die Bedeutung der schweizerischen Sicherheits-, Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen sowie der bevorstehenden Volksabstimmung über das Kriegsmaterialgesetz (KMG).

Ergänzt wurde das Programm durch Präsentationen aus den Bereichen Sicherheit, Industrie, Kunst und Kultur. Die Unternehmen Hensoldt sowie General Dynamics (GDELS) stellten verschiedene Technologien und Systeme vor. Zudem war der Lichtkünstler Gerry Hofstetter, der die AVIA Luftwaffe während des gesamten Jubiläumsjahres begleitet hatte, mit einer künstlerischen Installation präsent und verlieh dem Anlass einen besonderen kulturellen Rahmen.

Starke Plattform für Dialog und Vernetzung

Die Veranstaltung unterstrich eindrücklich die Rolle der AVIA Luftwaffe als Stimme der Luftwaffenoffiziere und als bedeutende Plattform für den Dialog zwischen Streitkräften, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Mit dem Anlass in Dübendorf fand das Jubiläumsjahr «100 Jahre Luftwaffenoffiziere» einen würdigen und erfolgreichen Abschluss.

 

 

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